Homematic IP Alarmsirene außen – Testbericht

Die unscheinbare Homematic IP Alarmsirene für außen, kann sich wirklich sehen lassen. Durch die kleine Bauweise, im Vergleich zu den bekannten Sirenen, wird dieser Teufel schnell unterschätzt. In Kombination mit anderen Geräten des Sicherheitsportfolios, setzt die Sirene eurer Alarmanlage die Kirsche auf.

Konfiguration

Homematic IP Alarmsirene HmIP Gerät anlernen

Zu Beginn muss die Sirene in der CCU oder dem Access Point angelernt werden. Dazu klickt ihr im CCU Dashboard auf Geräte anlernen und anschließend auf HmIP Gerät anlernen. Mit dem Klick beginnt der Countdown zu laufen, in welcher Zeit ihr neue Geräte anlernen könnt. Dadurch, dass die Alarmsirene Werkseitig ausgeschaltet ist, müsst ihr diese mithilfe des Schalters einschalten. Insofern sich die Sirene nicht direkt im Anlernmodus befindet, könnt ihr diesen über die Systemtaste aktivieren. Nachdem das Gerät angelernt wurde, erscheint dieses unter den Einstellungen –> Geräten.

Im Anschluss könnt ihr dem Gerät einen eindeutigen Namen geben, am besten mit einer zuvor festgelegten Namensschema. Die Sirene verfügt über zwei Kanäle, einem Sender und einem Empfänger. Der Empfänger dient hierbei der Ansteuerung und der Sender zum Übermitteln des Sabotagekontaktes. Die Parametereinstellung habe ich unverändert gelassen, alle Einstellungen könnt ihr dem folgenden Bild entnehmen.

Homematic IP Alarmsirene Parametereinstellung

Danach habt ihr zwei Möglichkeiten die Homematic IP Alarmsirene zu verwenden. Option eins – die Direktverknüpfung mit einem Fenster- oder Türkontakt. Alternativ die Einbindung in ein Programm. In meinem Fall habe ich die Sirene in ein Programm eingebunden. Jedoch solltet ihr zuvor über Status und Bedienung –> Geräte die möglichen Signale einmal austesten.

Homematic IP Alarmsirene Signale

Dabei wird zwischen einem akustischen und optischen Signal unterschieden. Angesichts der Vielfalt, kann dies etwas Zeit in Anspruch nehmen. HINWEIS: Die Sirene ist nach Angaben der Kurzanleitung 100dB laut, wodurch mir nach einiger Zeit die Ohren gepfiffen haben. Natürlich müsst ihr die möglichen Signale nicht austesten.

Programmeinbindung

Die Einbindung in ein Programm, ist im ersten Moment etwas komplex. Nachdem ich mehrere Kombinationen ausprobiert hatte und die Sirene nicht angesprungen ist, habe ich die Lösung auf technikkram.net gefunden. In den Aktivitäten müsst ihr das Gerät insgesamt viermal aufführen. Zuerst gebt ihr das akustische und anschließend das optische Signal an. Insofern ihr auf ein Signaltyp verzichten wollt, ist dies auch möglich. Danach muss die Einheit Zeitdauer eingestellt werden, wobei ihr zwischen Sekunden, Minuten und Stunden auswählen könnt. Als letztes muss der Wert der Dauer angeben werden. Die Zeitdauer gibt an, wie lange die Sirene bei Aktivierung Alarm schlägt. In meinem Fall habe ich fünf Minuten angegeben. Die Reihenfolge ist egal.

Homematic IP Alarmsirene CCU Konfiguration

Wollt ihr die Sirene über ein separates Programm deaktivieren, verwendet ihr die identischen Parameter, jedoch müsst ihr jeweils kein Signal angeben. Bei einer direkten Deaktivierung muss die Zeitdauer auf Sekunden gestellt werden und bei Sekunden eine Sekunde angegebenen werden.

Update: Die möglichen Verzögerungen bei Auslösung des Alarms sind nur in der CCU möglich und nicht im Access Point. Auf diesem Weg, vielen Dank an den Kommentarschreiber auf Instagram.

Funktionsumfang

Die Funktionen der Homematic IP Alarmsirene sind vielfältig. Besondern gut gefällt mir der Sabotagealarm, welcher sich auf der Rückseite des Geräts befindet. Dabei funktioniert der Schalter wie folgt: Sobald die Sirene an der Wand angebracht wurde, ist der Knopf permanent eingedrückt. Wird die Sirene von der Wand genommen, ändert sich dieser Status und die Sirene schlägt Alarm. Persönlich finde ich diese Funktion besonders durchdacht, da man den Kontakt ohne Vorkenntnisse nicht sehen kann.

Ebenfalls ist die Verwendung von Solarzellen, um die Sirene losgelöst von einer Stromversorgung betreiben zu können, einfach genial. Dadurch müssen weder bauliche Maßnahmen getroffen werden, noch ist man an einen festen Installationsort gebunden. Insofern die Sirene nicht mit ausreichend Sonne versorgt würde, kann die Sirene über den MicroUSB Steckplatz geladen werden. Dafür muss diese ausgeschaltet werden und mit einem 5V Netzteil verbunden werden. Ich vermute, dass die Sirene kaum Strom verbraucht, da diese üblicherweise nicht permanent ausgelöst wird.

Abschließend kann die Alarmsirene direkt mit Kontakten verbunden werden, wodurch diese auch autark ohne eine Verbindung zu der CCU oder einem Access Point betrieben werden kann.

Verarbeitung & Qualität

Homematic IP Alarmsirene

Die Sirene ist abgesehen vom Solarpanel aus Kunststoff gefertigt. Dieser fühlt sich hochwertig an und macht einen robusten Eindruck. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich davon aus, dass dieser auch witterungsbeständig ist, da das Gerät ja für den Außenbereich vorgesehen ist. An der Verarbeitung ist nichts auszusetzen, weder Rückstände oder spitze Nasen aus der Produktion konnte ich finden.

Lieferumfang

Neben der Alarmsirene und passenden Halterplatte, werden jeweils vier Schrauben inkl. Dübel mitgeliefert. Ebenso liegt eine Kurzanleitung, sowie eine Bohrschablohne, um die Montage so einfach wie möglich zu gestalten, im Paket bei.

Technischen Details

Abmessung (H x B x T)LautstärkeGewichtSchutzartStromversorgung
110 x 230 x 87 mm100 dB755gIP44Solar / microUSB

Video

Wie gewohnt könnt ihr Unboxing, Konfigurationsschritte und Fazit auch per Video ansehen.

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Fazit

Lieferumfang
Verarbeitung & Qualität
Einrichtung
Funktionsumfang
Preis

94%

Zusammenfassend handelt es sich bei der Sirene um ein durchweg geniales Produkt. Bei der Entwicklung wurde sich wirklich Gedanken gemacht. Der Betrieb, losgelöst von einer Stromquelle, bietet einem eine ausreichende Flexibilität bei der Montage und Position. Ebenso wurden auch mögliche Individualitäten bedacht. Beispielsweise der Sabotagekontakt, welche auf eine ungewollte Entfernung der Sirene hinweist. Die Konfigurationsoptionen bieten ausreichend Möglichkeiten, um Geschmäcker unabhängig verwendet werden zu können. Insgesamt ein rundum gelungenes Produkt!

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