Steinel L600 CAM Außenleuchte

Steinel L600 CAM Sensor-Außenleuchte – Testbericht

In diesem Artikel möchte ich euch die Steinel L600 CAM Sensor-Außenleuchte vorstellen. Die Leuchtet ist die ideale Kombination aus Überwachungskamera und üblicher Außenleuchte für Eingangsbereiche.

Installation

Die Installation der Kamera setzt kein großes handwerkliches Geschick voraus. Natürlich solltet ihr, abhängig von eurem Untergrund, in der Lage sein mit einer Bohrmaschine oder einen Akkuschrauber umgehen zu können. Die Grundplatte wird mit insgesamt zwei Schrauben am Untergrund befestigt und sollte sich in der Waage befinden. Dadurch das die Installation Kenntnisse im Umgang mit Elektroinstallationen voraus setzt, muss jeder für sich entscheiden, ob er dies durchführen kann oder lieber einen Elektriker beauftragt. Unter diesen Umständen werdet Ihr verstehen, dass ich keine Erklärung zur elektrischen Installation abgeben werde, da bei unnachlässigem Umgang lebensgefährliche Verletzungen entstehen können.

Nach ca. 5 Minuten hatte ich alle Vorbereitungen abgeschlossen und konnte die Lampe mit der Grundplatte verbinden.

Konfiguration

Die Konfiguration der Kamera erfolgt, identisch zur Blink, ausschließlich per App auf eurem Smartphone. Verfügbar ist die App für iOS und Android Geräte.

Bei der Konfiguration der Kamera kann der Hersteller definitiv noch nachbessern. Insgesamt habe ich fasst zwei Stunden benötigt, bis ich die Kamera mit der App verbunden hatte, aber von vorne. Nachdem ihr die App installiert habt, könnt ihr die Kamera mittels plus Button, welcher sich direkt in der Mitte des Displays befindet hinzufügen. Anschließend startet das gut beschriebene und bebilderte Einrichtungsmenü. Darin werde ihr darauf hingewiesen, dass die Kamera nur mit 2,4 Ghz Wlan-Netzen betrieben werden kann. Ebenso sollen alle Firewalleinstellungen deaktiviert werden, dass es zu keinen Problemen kommt. Bis dahin verlief die Einrichtung reibungslos, jedoch nach Ablauf der 90 Sekunden haben ich immer wieder auf den iPhone eine Fehlermeldung erhalten, dass die Verbindung nicht hergestellt werden konnte. Nach etlichen Minuten musste ich feststellen, dass die Leuchte erst auf das Handy reagiert, wenn ich es dicht an das Gehäuse gehalten habe. Nachdem ich mit meinem Latein am Ende war, habe ich ein altes android Gerät aufgeladen und die App installiert. Die Einrichtungsschritte verliefen dabei identisch, glücklicherweise konnte die Lampe darüber eingerichtet werden.

Dadurch, dass ich die Kamera dennoch auf dem iPhone haben wollte, habe ich diese mittels QR Code vom Android Gerät einlesen können. Dies wiederum funktionierte ohne Probleme.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt, kann ich mir das Problem mit dem iOS Gerät nicht erklären. Nach mehreren Recherchen in Foren bin ich auf ähnliche Beiträge gekommen, dass die Einrichtung mit iOS Geräten häufig unmöglich ist. Fairerweise muss ich erwähnen, dass es einige Personen aber hinbekommen haben. Vielleicht hängt dies auch mit der veralteten Firmware auf dem Gerät zusammen, welche in meinem Fall mindestens zwei Jahre im Baumarkt stand.

Für diesen Beitrag habe ich die Einrichtung mittels iPhone, mit der Version 1.10, sowie Android 1.2.6 durchgeführt.

Funktionsumfang

Steinel L600 CAM Funktionen

Der Funktionsumfang der L600 kann sich sehen lassen. Beginnend mit der Kamera kann man direkt über die App alle Aufnahmen, welche auf der verbauten microSD Karte gespeichert sind ansehen. Weiterhin besteht die Möglichkeit bei einer aktiven Verbindung Screenshots und Videoaufnehmen per Knopfdruck zu erstellen. Abgesehen von einer aktiven Verbindung, zeichnet die Kamera automatisiert auf, insofern Bewegungen registriert werden. Dabei kann die Außenleuchte auch als Alarmanlage mit Alarmton verwendet werden. Hierzu muss einfach der Alarmschieber auf das Symbol mit der Sprechblase und Glocke verschoben werden. Damit nicht dauerhaft Alarm ausgelöst wird, kann die Kamera über den Modusschieber in drei unterschiedliche Modi versetzt werden. Wartung, Beleuchtung und Überwachung. Gerade an viel befahrenen Stassen oder Wegen wo viele Bewegungen registriert werden hat Steinel mitgedacht. Der Bewegungssensor kann auf mehrere Arten konfiguriert werden. Zuerst könnt ihr die Erfassungsreichweite einstellen und zweitens die Alarmsensivität. Wobei letzteres aus insgesamt drei Modi besitzt.

  • Kamera und Infrarot – Sensor
  • PIR-Sensor
  • Kamera und PIR-Sensor

Ein PIR-Sensor ist in unserer Region als Bewegungsmelder bekannt.

Abschließend ist zu erwähnen, dass die Kamera auch als Türsprechanlage verwendet werden kann, da direkt über die App eine Spracheingabe getätigt werden kann. Ebenso wird der Ton während einer aktiven Verbindung übertragen. Durch diese Vielfalt an Funktionen kann die Kamera neben der Überwachungsfunktion auch gleichzeitig als Sprechanlage für euer Gebäude eingesetzt werden

Verarbeitung & Qualität

Die Verarbeitung des aus Aluminium gefertigte Gehäuse weist weder Kratzer, fehlerhafte Lackierungen oder sonstige Rückstände der Produktion auf. Identisch ist es mit dem Opalglas, um die LEDs. Am äußeren Eindruck der Kamera kann man nichts aussetzen. Die verarbeiteten Komponenten jedoch lassen zu wünschen übrig. Das verbaute Mikrofon überträgt dauerhaft Störgeräusche, welche auch auf den Aufnahmen zu hören sind. Die Geräusche machen sich in Form eines permanenten Klackerns bemerkbar.

Im ersten Moment dachte ich die Leuchte hat einen Defekt und habe diese im Baumarkt umgetauscht. Zu meiner Enttäuschung hat die neue Außenleuchte zwar kein Klackern, aber ein permanentes Summen auf den Aufnahmen. Dadurch das es mir hauptsächlich um die Videoaufnahmen ging, kann ich einigermaßen damit leben. Nichts desto trotz hoffe ich das diese Probleme beim Nachfolgerprodukt der L620 behoben wurden.

Ein weiteres Manko lieg im Lautsprecher, dieser klingt eher kratzend und blechern bei Durchsagen. Dennoch sind die Durchsagen zu verstehend. Die in den bekannten Foren beschrieben Problem mit schlechter Wlan Verbindung konnte ich bisher nicht nachvollziehen. Durch meinen Umtausch habe ich auch den Reset unter der unteren Abdeckung getestet. Diese funktionierte zwar, benötigt aber ein gewisses Maß an Feingefühl, da man mit dem Eject Pin den Knopf im inneren erst einmal treffen muss.

Technische Details

AbmessungNetzanschlussLeistungDämmerungsschalterSensortechnologie
131 x 78 x 305 mm220 – 240 V / 50 – 60 Hz14,3 WJaPassiv Infrarot
DämmerungseinstellungZeiteinstellungReichweite RadialReichweite Tangential
10 – 10000 lx60 s – 15 Min.r = 2 m (6 m²)r = 10 m (157 m²)

Lieferumgang

Im Lieferumfang der Steinel L600 CAM befindet sich neben der Sensor-Aussenleuchte eine 8GB große microSD Karten, welche bereits in der Leuchte verbaut ist. Weiterhin werden jeweils zwei Dübel, Schrauben zur Befestigung der Grundplatte, ein Torxschlüssel, Eject Pin zum zurücksetzen der Kamera, Kameraaufkleber und ein Betriebshandbuch mitgeliefert.

Video

Die Horroreinrichtung könnt ihr euch in meinem Video anschauen.

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Fazit

Lieferumfang
Verarbeitung & Qualität
Einrichtung
Funktionsumfang
Preis

78%

Zusammenfassend ist die Steinel L600 CAM ein gutes Gerät mit viel Verbesserungspotenzial. Gerade die Einrichtung hat in meinem Fall nur per Android funktioniert was ist ein absolutes No-Go ist. Abgesehen von der Einrichtung und des verbauten Mikrofons, sowie Lautsprecher habe ich keine weiteren Nachteile an der Lampe finden können. Da eine Einrichtung normalerweise eine einmalige Prozedur sein sollte, könnte man darüber hinwegsehen.

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