Blink Outdoor vs. XT2 – Lohnt sich der Wechsel?

Seitdem die Blink Outdoor Ende 2020 auf den Markt gekommen ist, steht die Frage im Raum: „Lohnt sich der Wechsel von der Blink XT2 zur Blink Outdoor?“ Dadurch, dass ich mein System sowieso erweitern wollte, habe ich mich mit dem Thema einmal auseinandergesetzt. Bei der Analyse habe ich die Themengebiete in Kategorien eingestellt, wodurch insgesamt vier Kategorien entstanden sind. Die Ergebnisse meiner Recherche könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Funktionsumfang

Die deutlichsten Unterschiede sind im Bereich des Funktionsumfangs in der Blink App zu finden. Beginnend mit der Status LED der Kamera, welche anzeigt ob gerade eine Aufnahme gemacht wird. In der XT2 konnte die LED ausschließlich mittels eines Hebels in der Kamera deaktiviert werden. Bei der Outdoor kann dies jetzt direkt in der App geändert werden, wodurch lästiges öffnen der Kamera der Vergangenheit angehört. Eine weitere Unterscheidung ist die Funktion der stündlichen Fotoaufnahme, welche in der Outdoor aktiviert werden kann. Dadurch wird jede Stunde eine Aufnahme mit einer Auflösung von 630 x 360 unter Aufnahmen abgelegt.

Die größte und wohl für viele wichtigste Funktion ist das Erstellen von Privatzonen. Dadurch ist es möglich öffentliche Bereiche, welche von der Kamera gefilmt werden zu schwärzen. Das Aufzeichnen dieser Bereiche ist meines Wissensstandes nicht erlaubt, entsprechend könnt ihr euch dadurch besser schützen. Dies stellt keine Rechtsberatung da und muss von jedem einzelnen erörtert werden. Die Privatzonen können individuell bei jeder Blink Outdoor Kamera erstellt werden. Dazu müsst ihr einfach ein Rechteck oder Viereck erstellen und könnt dieses bis zum Loslassen individuell ziehen. Maximal sind aktuell zwei Privatzonen pro Kamera möglich. Dadurch, dass sich diese Funktion noch in der Beta Phase befindet, besteht die Hoffnung das noch weitere Zonen hinzukommen und andere Formen wie Kreise möglich wären.

Verarbeitung & Qualität

Von der Verarbeitung der Kameras ist die Blink Outdoor mein klarer Favorit. Durch ihre glatten Oberflächen setzt sich im Vergleich zur XT2 weniger Schmutz an der Kamera ab. Durch die Kanten der XT2 gehörte das Reinigen leider zur regelmäßigen Routine. Weiterhin kommt es mir so vor, als würde der Bewegungssensor schneller und präzisere funktionieren.

Bezogen auf die verbauten Lautsprecher gab es leider keine Verbesserungen. Nach wie vor klingen die Durchsagen blechern und kratzen. Eine weitere Enttäuschung sind die verwendeten Materialen der Vorderseite an der Blink Outdoor. Im Unboxing Video ist gut zu erkennen, wie ich die Maße der Kamera mithilfe eines Zollstocks nehme und ausschließlich mit den Holzseiten die Kamera berühre. Danach hatte diese bereits kleine Kratzer in der Front.

Speicheroptionen

Die Speicheroptionen sind so ein Thema bei den Kameras, persönlich finde ich die unterschiedlichen Herangehensweisen mehr als lächerlich, aber entscheidet selbst.

Das Speichern der Aufnahmen ist bei beiden Produkten in der Cloud möglich, jedoch war dieser Speicherplatz bis zum 31.03.2021 kostenlos verfügbar. Nach Ablauf dieser Frist können die Aufnahmen nur noch, durch den Erwerb des Speicherplatzes im monatlichen Bezahlmodel, gemacht werden. Insofern ihr euren Account vor dem 15.04.2020 erstellt habt, herzlichen Glückwunsch, ihr habt weiterhin einen kostenlosen Cloudspeicher für euer System. Mithilfe des Sync Modul 2 kann die Speicherung der Aufnahmen in der Cloud umgangen werden. Dazu einfach ein USB-Stick mit dem Modul verbinden, maximal 256 GB und die die Aufnahmen der Blink Outdoor werden darauf gespeichert. Genau hier liegt das Problem! Ausschließlich Aufnahmen der Outdoor können darauf gespeichert werden, die Aufnahmen der XT, XT2 oder Blink Mini können dies nicht. Aus meiner Sicht wird hierdurch ein rein kommerzieller Gedanke verfolgt, welcher sich mir technisch nicht erklären lässt. Solltet ihr keinen Cloudspeicher bezahlen wollen, kann das System weiterhin für Live Ansichten genutzt werden, jedoch erfolgt keine Speicherung der Aufnahmen.

Blink XT2Blink Outdoor
CloudspeicherJaJa
Sync Modul 2 SpeicherNeinJa

Technische Details

Bezüglich der technischen Details unterscheiden sich beide Kameras nur in drei Punkten: Größe der Kamera, Gewicht und Fotoauflösung.

Blink XT2Blink Outdoor
Größe der Kamera71 x 71 x 34 mm71 x 71 x 31 mm
Gewicht89g mit Batterien88g mit Batterien
Auflösung1080p1080p
Sichtfeld110° Diagonale110° Diagonale
Bildfrequenz30 Bilder die Sekunde30 Bilder die Sekunde
AudioZwei Wege Audioaufzeichnung / Lautsprecher AusgabeZwei Wege Audioaufzeichnung / Lautsprecher Ausgabe
BewegungsmelderJaJa
NachtmodusJaJa
SchutzartIP65IP65
Fotoauflösung630 x 360 nHD
Kompatibilität Sync ModulSync Modul 1 & 2Sync Modul 1 & 2
Stromversorgung2x AA Batterien2x AA Batterien
Batterielaufzeitca. 2 Jahre je nach Verwendungca. 2 Jahre je nach Verwendung

Fazit

Zusammenfassend muss jeder für sich entscheiden, ob sich ein Wechsel von der XT2 auf die Outdoor lohnt. Natürlich bietet die Outdoor die Funktion der Privatzonen, wodurch sich sicherlich weitere Standorte für die Kamera in Frage kommen. Jedoch steht die Frage im Raum, ob sich dadurch ein Austausch der Kameras lohnt. In meinen Augen wohl kaum, da weder der Funktionsumfang grundlegend erweitert noch an den technischen Spezifikationen Verbesserungen vorgenommen wurden. Der einzige Beweggrund ist aus meiner Sicht, das Speichern der Aufnahmen auf einem Lokalen USB-Stick in Kombination mit dem Sync-Modul 2, um den Kosten des Cloudspeichers zu entgehen. Kritisch betrachtet sehe ich nach wie vor, aus technischen Gründen, keinen Grund, warum das Speichern von Aufnahmen der XT2 auf dem Sync Modul 2 nicht möglich ist. Dadurch, dass ich sowieso noch weitere Kameras anschaffen wollte und die XT2 nicht mehr zu erwerben ist, fiel mir die Entscheidung leicht. Abschließend ist zu sagen, dass ich meine XT2 weiterhin im Einsatz habe, da die Kamera nach wie vor zu meiner vollsten Zufriedenheit funktioniert.

Video

Den ganzen vergleich gibt es auch als Video auf meinem Youtube Kanal.

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