Grundlast berechnen

Grundlast berechnen – So einfach geht’s!

Das Thema Grundlast und Stromverbrauch tut meistens einmal im Jahr richtig weh, wenn die Stromrechnung ins Haus kommt. Entsprechend sind viele von uns stetig dabei die unbeliebten Energiefresser ausfindig zu machen, welche 24/7 Strom verbrauchen und durch mögliches Abschalten die Stromrechnung zu reduzieren.

Was ist eigentlich eine Grundlast?

Die Grundlast beschreibt deinen Energieverbrauch, welcher dauerhaft vorhanden ist, ohne dass du darauf Einfluss nimmst. Beispielsweise du gehst abends ins Bett und hast alle Lichter und Geräte ausgeschaltet, welche du nicht mehr benötigst. Dennoch läuft dein Stromzähler weiter und genau dieser Verbrauch wird als Grundlast bezeichnet.

Woher kommt meine Grundlast?

Das ist eine sehr gute Frage, worauf es keine 100%ige Antwort gibt, da diese bei jedem Haushalt individuell ist. Anhand meines Haushalts kann ich euch einige Beispiel nennen. Wie oft haben wir von unseren Eltern gehört lass das Netzteil nicht in der Steckdose oder schalte den Fernseher an der Steckdosenleiste aus? Genau das sind Faktoren für die Grundlast, aber auch Geräte wie Kühlschränke, Zentralheizungen und vieles mehr. Anbei eine kurze Auflistung meiner Grundlasterzeuger:

Anhand meines Beispiels habt ihr gemerkt, warum diese von Haushalt zu Haushalt individuell ist. Oftmals sind es die alltäglichen Dinge, welche wir gar nicht mehr wahrnehmen, welche die Grundlast beeinflussen.

Wie finde ich meine Grundlast heraus?

Es gibt viele Möglichkeiten, wie ihr eure Grundlast ausfindig machen könnt. Die einfachste Methode ist sicherlich die Installation eines SmartMeters von eurem Netzbetreiber. Jedoch hat das ganze ein geschmäckle, wie meine Arbeitskollegen sagen würden. Für den SmartMeter fällt eine Miete an, welche von Betreiber zu Betreiber unterschiedlich ausfällt. In meinem Fall wären es über 50€ im Jahr. Entsprechend habe ich nach alternativen Lösungswegen umgeschaut und gefunden.

Methode 1 – Zähler überwachen

Die erste Methode bezieht sich auf euren vorhandenen Stromzähler. Bevor ihr abends ins Bett geht schreibt ihr euch den bisherigen Verbrauch, welcher auf dem Zähler steht, auf. Am nächsten Morgen ist euer erster Weg direkt wieder zum Zählerschrank und schreibt den jetzigen Zählerstand auf. Anschließend berechnet ihr euren Verbrauch folgendermaßen:

Zählerstand morgens – Zählerstand abends = Verbrauch

Der Verbrauch ist in diesem Fall in Kilowatt Stunden angegeben. Diesen Verbrauch teilt ihr durch die Anzahl der Stunden, welche zwischen den Ablesungen vergangen sind. Das daraus resultierende Ergebnis ist eure Grundlast. Anbei meine Beispielsrechnung:

20.000 – 20.003 = 3 kwh / 10 = 0,3

In meinem Beispiel beträgt meine Grundlast 300 Watt die Stunde.

Methode 2 – Messsteckdose

Die zweite Methode setzt voraus, dass ihr eine Messsteckdose zuhause habt, welche zwischen dem Gerät und der Steckdose gesteckt wird. Die auf dem Display angezeigten Werte spiegeln den aktuellen Verbrauch des Gerätes wider. Wichtig: Ihr solltet, nachdem ihr den Stecker dazwischen gesteckt habt kurz warten, da die meisten Geräte beim Start einen höheren Stromverbrauch haben als im Dauerbetrieb.

Entsprechend setzt diese Methode voraus, dass ihr zu Beginn alle Geräte einmal aufschreibt und anschließen von Gerät zu Gerät lauft und diese Werte aufschreibt. Nachdem ihr alle Werte aufgeschrieben habt, müsst ihr diese einfach zusammenrechnen und habt eure Grundlast ermittelt. Der große Nachteil dieser Methode ist, dass diese eher als Gefühl für die Grundlast gesehen werden kann. Dies ist darauf zurückzuführen, wenn ihr ein Gerät vergessen habt sind eure Werte bereits verfälscht. Ebenso habt ihr nicht die Möglichkeit die Messsteckdose zwischen alle Geräte zu stecken. Beispielsweise kann ich bei unserer Zentralheizung keine Steckdose dazwischen stecken, da diese direkt mit einem Stromkabel verbunden ist.

Wie kann ich meine Grundlast reduzieren?

Das ist die Frage der Fragen. Der einfachste Weg ist sicherlich alle Geräte vom Strom auszustecken, welche ihr vielleicht nur einmal die Woche benötigt. Dadurch das wir Menschen faul sind, wird dies kaum einer machen. Entsprechend wären mögliche Schaltsteckdosen sicherlich auch eine Option. Diese gibt es in der unterschiedlichsten Varianten. Klassisch mit dem rot leuchtenden Kippschalter bis hin zu „Intelligenten“, welche Anhand eines Master Stromabnehmers die anderen an- oder ausschalten. Bitte beachtet jedoch, dass es ggf. nicht bei allen Geräten sinnvoll sein kann diese abends auszuschalten und am nächsten Morgen wieder einzuschalten. In meinem Fall verbraucht mein Drucker im Standby 3,9 Watt. Beim Anschalten zieht dieser jedoch über 300 Watt da er diesen zuerst aufwärmen muss und anschließend mit konstanten 80 Watt für 10 Minuten in Betrieb ist, bis der Standby Modus eintritt.

Ich persönlich habe viele verschiede Methoden zur Reduzierung meiner Grundlast im Einsatz. Neben den intelligenten Steckdosen und Zeitschaltuhren, habe ich mich dazu entschieden, die Grundlast mithilfe eines Solarmoduls, zumindest Tagsüber zu reduzieren.

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